Mit großen Zielen reiste Lean nach Osterode. Über 3000 Meter sollte die Marke von neun Minuten fallen, im Idealfall sogar die Kadernorm von 8:55 Minuten. Die DM-Norm (9:10,20 Minuten) hatten sowohl Lean als auch Julian bereits im Vorfeld erfüllt.
Lean startete im B-Lauf, in dem der Pacemaker ein Tempo für 8:45 Minuten vorgab. Auf Rang vier liegend ging er die ersten 1000 Meter zunächst mit, merkte jedoch früh, dass das Tempo zu hoch war, und fiel bis auf Position sieben zurück. Lange sah alles nach einer Zeit unter neun Minuten aus – doch dann folgte eine beeindruckende Schlussrunde. Mit der besten letzten Runde seiner bisherigen Laufbahn arbeitete sich Lean auf den letzten 400 Metern noch bis auf Rang zwei nach vorne. Ein starker Schlussspurt wurde mit 8:51,42 Minuten belohnt.
Damit stellte er nicht nur eine neue persönliche Bestzeit auf, sondern erfüllte auch die Kadernorm und sicherte sich gleichzeitig den Sieg in der U18.
Julian ging im A-Lauf an den Start und hatte sich eine neue Bestzeit vorgenommen. Der Pacemaker schlug von Beginn an ein Tempo für eine Endzeit von unter acht Minuten an, wodurch sich das Feld schnell in zwei Gruppen aufteilte. Nach rund 1700 Metern musste Julian dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und den Kontakt zur Spitzengruppe abreißen lassen. Trotz eines beherzten Kampfes bis ins Ziel blieb ihm mit Platz vier ein Ergebnis, mit dem er mehr als unzufrieden war.
Keine 24 Stunden später stand für beide Athleten bereits der nächste Wettkampf an: die 2000 Meter Hindernis in Leuna.
Für Julian, der diese Strecke auch bei den Deutschen Meisterschaften bestreiten wird, stand in seinem erst zweiten Hindernisrennen vor allem das flüssige Überqueren der Hindernisse und ein taktisch kluger Lauf im Vordergrund. Von der Enttäuschung des Vortages war nichts mehr zu spüren. Gegen starke Konkurrenz kontrollierte er das Rennen und setzte sich auf den letzten 240 Metern entscheidend ab. In guten 6:10 Minuten sicherte er sich souverän den Sieg und blieb damit deutlich unter der DM-Norm von 6:28 Minuten.
Lean hingegen plant keinen Start über die 2000 Meter Hindernis bei den Deutschen Meisterschaften. Nach seinem starken 3000-Meter-Rennen am Vortag fehlte etwas die letzte Spannung. Dennoch zeigte er auch hier eine solide Leistung und belegte mit 6:25 Minuten den vierten Platz.
So standen am Ende eines intensiven Wochenendes für beide Athleten zahlreiche wertvolle Erkenntnisse, starke Zeiten und mit Leans Kadernorm sowie Julians Hindernissieg gleich zwei besondere Höhepunkte zu Buche.







