BIKER VOM SC HAGEN-WILDEWIESE ON TOUR
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- Geschrieben von Benedikt Huxol

Nachdem die Biker des SC Hagen-Wildewiese im letzten Jahr noch die exklusiven Pässe der Surselva in der Schweiz erklommen hatten, stand die Mountainbike-Tour in diesem Jahr unter dem Motto „Low-Budget“.
Auch die schlechten Wetterprognosen deuteten anfangs auf eine herausfordernde Tour für die Gemütslage hin. Dennoch machten sich Fronleichnam 12 Biker auf den Weg, um die Höhen des Sauer- und Siegerlandes zu erkunden.
Die erste Etappe führte von Kuhschiss-Hagen nach Hilchenbach-Lützel. Zum Warm-Up ging es direkt hoch zur Wildenwiese, hinab durch das Fretter- und Lennetal, bevor der nächste Anstieg zur Hohen Bracht wartete. Neben den anspruchsvollen Steigungen waren auch Defekte wie ein Kettenriss und ein geplatzter Reifen eine Herausforderung für die Teilnehmer. Mit technischem Sachverstand und Teamleistung konnten aber auch diese Schwierigkeiten die Weiterfahrt nicht stoppen. Dachte man auf der Hohen Bracht noch, man hätte die meisten Höhenmeter hinter sich, so hatten die Teilnehmer die Rechnung ohne den Tourguide Sebastian Cramer gemacht. Es warteten noch zwei knallharte Anstiege, die man sonst nur aus den Alpen kennt. Der zweite, etwas leichtere Anstieg führte von Wirme (Kirchhundem) über eine 20%ige Steigung in den bekannten Wallfahrtsort Kohlhagen. Wer hier noch einen geraden Blick hatte, konnte sich die Wallfahrtskirche mit der reichhaltigen Barockausstattung ansehen. Nach einer kurzen Rast ging es von dort aus „leicht“ wellig Richtung Lützel zur Unterkunft am Gillersberg in der Nähe der alten Ruine Ginsburg.
Die 2. Etappe führte über den Rothaarsteig nach Olsberg-Bruchhausen am Fuße der Bruchhauser Steine. Nach dem überraschend guten Wetter am ersten Tag, musste die Gruppe auf dem Weg über den Kahlen Asten und der Hochheide bei Willingen den einen oder anderen Schauer wegstecken. Aber auch das konnte die gute Stimmung nicht trüben. So stand für die Biker auch außer Frage, dass bei einer solchen MTB-Tour natürlich auch das Dach von NRW erklommen werden musste. Mit 843 Metern über NN bot der Langenberg eine herrliche Sicht über NRW und Hessen. Von dort aus ging es hinab ins Tal zur Unterkunft „Kasperns Hütte“, ein urgemütliches Ferienhaus in Bruchhausen. Wie jeden Abend wurde auch hier die gefahrene Tour am Abend in gemütlicher Runde kritisch gewürdigt.
Tour 3 sollte eine technisch anspruchsvolle Trail-Strecke rund um Bruchhausen und Willingen sein. Ging es anfangs noch relativ flach unterhalb der Bruchhauser Steine entlang, so wurde nach einigen Kilometern klar, was mit Trail-Tour gemeint war. Steil ging es auf schmalen Wegen bergab mit Passagen, die auch zwischendurch Schieben erforderten. Die älteren, weisen Teilnehmer der Gruppe ahnten es schon: „Oh Gott, das müssen wir auch alles wieder rauf!“ Und so kam es dann auch. Technisch schwierig ging es wieder hinauf, so dass nicht alle Biker fahrenderweise den Berg bis zum Richtplatz am Rothaarsteig bewältigen konnten. Bei stark einsetzendem Regen führte die Strecke idealerweise an der Hiebammenhütte bei Petersborn vorbei. In diese idyllisch gelegene Hütte wurde somit kurzfristig eingekehrt. Als klar wurde, dass der Regen zeitnah nicht aufhört, entschloss sich die Gruppe demokratisch zu einem Notfallplan. So wurden bei Kaminfeuer erstmal die Reserven mit isotonischem Weizenbier wieder aufgetankt. Nach gefühlten 4 Stunden gemütlichem Beisammenseins und aufklarendem Himmel hatten die Biker neuen Mut getankt und nahmen den Rest der noch sehr anspruchsvollen Trailtour in Angriff.
Am letzten Tag machten sich die Mountainbiker bei Nebel auf Richtung Heimat. Um erstmal an Höhe zu gewinnen ging es auf den Spuren des Bergzeitfahrens „Bildchensprint“ von Siedlinghausen hinauf zum Großen Bildchen. Über Teile des Höhenflugs führte die Tour am Hunauturm vorbei über den Rimberg bis nach Bremke. Spätestens hier stellten die ungewohnten Bedingungen mit Temperaturen über 20 Grad und Sonne einige Teilnehmer vor ganz neue Herausforderungen. Zurück auf der Wildewiese angekommen nutzte die Gruppe das herrliche Wetter für einen passenden Aprés Bike Abschluss bei Steinbergs.
Trotz Low-Budget und teils trübem Wetter waren alle Teilnehmer begeistert von der 4-Tages-Tour. Wir wohnen dort, wo andere Urlaub machen. Denn das Gute liegt so nah!

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